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Presse: Branchenprimus baut auf Service

Paul Kuhn GmbH setzt seit 40 Jahren auf Baugeräte – Mieten liegt im Trend

 Verl (WB). Als sein Arbeitgeber 1967 pleite ging, machte Paul Kuhn aus der Not eine Tugend: Der Außendienstler für Baumaschinen gründete einfach eine Firma. Er verbannte seinen VW aus seiner Garage an der Adlerstraße und machte sie kurzerhand zum Lager.

„Den Kundenstamm hatte ich ja schon leider fehlte mir das Geld und der direkte Draht zu den Lieferanten“, erinnert sich der heute 72-jährige Unternehmer an den Sprung ins kalte Wasser. Es wurde ein Erfolgssprung: Heute ist die Paul Kuhn GmbH ein 20-Mann-Unternhmen, das am Leinenweg für Gerätepark, Verwaltung und Werkstatt eine Fläche von 10.000 Quadratmetern (qm) nutzt. „Und wir sind die Nummer Eins für Landmaschinen im Kreis Gütersloh“, sagt Juniorchef Burkhard Kuhn stolz. Der 42-jährige Diplom-Betriebswirt hat seit seinem Einstieg im Jahr 1990 gemeinsam mit dem Vater die Zügel der Firma in der Hand. Seitdem hat vor allem der Junior das Mietgeschäft zu einem Zugpferd des Unternehmens gemacht, das heute ein Drittel des gesamten Umsatzes einfährt.

Das Kerngeschäft, mit dem Paul Kuhn seinen Kundenstamm seit 40 Jahren versorgt, ist aber der Verkauf von Baugeräten aller art. „Anfangen habe ich mit Geräten wie etwa Mischer, Spaten, Schaufeln, Kreissägen und Trennmaschinen“. Erinnert sich der Firmengründer. Und er war alles in einer Person: Außendienstler, Einkäufer und Verkäufer. Ehefrau Doris stärkte dem jungen Unternehmer als Buchhalterin den Rücken. 2Das macht sie auch heute noch genauso. Sie ist abends die Letzte im Betrieb.“ Sagt Paul Kuhn stolz.

Schon vier Jahre nach dem Start in die Selbstständigkeit war die Garage viel zu klein geworden. Paul Kuhn mietete ein 800 Quadratmeter großes Lager am Westfalenweg und erlebte, wie seine Firma weiterwuchs und wuchs und ein Sohn schon als Junge Interesse für das Unternehmen zeigte. „In den Ferien hat Burkhard immer geholfen“, erinnert sich Paul Kuhn und ist froh, seine Firma auch in Zukunft in guten Händen zu wissen.

„Mit dem Verler „Jupp“ Kriftewirth stellte Paul Kuhn 1971 auch den ersten Mitarbeiter ein. Der neue Standort war dem boomenden Unternehmen, das beim Einstieg des Juniorchefs 1989 schon fünf Mitarbeiter beschäftigte, auf Dauer nicht gewachsen. 1991 wagte die Familie Kuhn eine große Investition von 600.000 Mark, kaufte am Kraxweg ein Gelände von 3.500 qm und setzte darauf eine 600 qm große Halle. „Wir haben unser Sortiment vergrößert und als einer der ersten in Deutschland damit begonnen, Maschinen zu verleihen“, erzählt Paul Kuhn aus der Pionierzeit.

Und immer noch hielt der Rückenwind für die GmbH an und zwang sie schon zehn Jahre nach dem Umzug zu einer erneuten Investition: „Zwei Millionen Euro haben wir in die Hand genommen und 10.000 qm am Leinenweg gekauft“, sagt der Seniorchef. „Das muss man sich mal vorstellen: Wir verdreifachten unseren Betrieb, und das in einer Zeit, in der die Bauwirtschaft auf Talfahrt war. Da schläft man schlecht.“ Doch eine große Anzahl an Stammkunden stand hinter Paul und Burkhard Kuhn. Jetzt erwies sich auch die Weichenstellung zu Mietmaschinen als goldrichtig. Und die bereits beim ersten Umzug ins Leben gerufen Werkstatt bekam eine immer größere Bedeutung. Heute sorgen dort zwei Meister und vier weitere Mitarbeiter für die gute Qualität der Leihgeräte. „Alle Maschinen sind Werkstatt geprüft“, betont Burkhard Kuhn. Auch die Maschinen wurden größer: Radlader, Bagger, ja sogar Kranktechnik sind im Angebot. Schalungen und Gerüste sind hinzugekommen und ganz neu bietet die Kuhn GmbH das Absichern von Baustellen an. Da fährt ein Team auch schon mal um 4 Uhr in der Früh beim Kunden vor, um Barken und Lampen aufzustellen. „Unsere Leute denken mit: Sie wissen, dass sie dann noch in Ruhe arbeiten können“, sagt der Juniorchef. Burkhard und Paul Kuhn sind stolz auf ihre Mannschaft: „alles steht und fällt mit qualifizierten und engagierten Mitarbeitern“, betonen sie.

Auch die Zukunft eines Unternehmens sei eng damit verknüpft. Und diese sehen Vater und Sohn als eine Fortsetzung des Erfolgskurses: „Unsere positive Umsatzentwicklung macht uns Mut, und wir geben davon aus, dass wir irgendwann mehrere Filialen gründen werden.“

Zum Pressebericht. Hier klicken. Quelle: Westfalen Blatt [17.10.2007]. „Branchenprimus baut auf Service“ Texte und Fotos aus dem Westfalen Blatt sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion.